Der Wind hat sich gelegt. Unsere Geduld zahlt sich aus, denn am nächsten Morgen herrschen perfekte Wetterbedingungen für ein Wüstenabendteuer. Nachdem es gestern zu windig für eine Ausflug in die Wüste war, sind wir nach kurzer Fahrt wieder umgekehrt und haben den restlichen Tag auf dem Campingplatz ‚Cinderella‘ außerhalb von Douz, der näher an der Sahara liegt, verbracht. Nun endlich starten wir die Motoren erneut und rollen ein Auto nach dem anderen vom Hof, hinein ins Abendteuer. „Los geht’s!“ rufe ich in das Walkie-Talkie.
Gruppendynamik
Unsere Gruppe ist wild gemischt und besteht aus unterschiedlichen Altersgruppen. Während Olli und Daniela schon kurz vor der Rente stehen, ist Roger mit seinen acht Jahren das jüngste Mitglied unserer Truppe. Dies bringt aber natürlich unterschiedliche Bedürfnisse mit sich. Zum Beispiel planen wir für die Kinder fixe Pausen zum Essen ein. Die Feuerwehr der Niederländer ist deutlich gemächlicher unterwegs als der Sprinter von Daniela und Olli oder George. Natürlich ist es auch verständlich, dass die ältere Generation zwar schon ein Wüstenabenteuer sucht, aber kein wildes und waghalsiges durch die Dünen prügeln, indem man die Grenzen von Mensch und Maschine austestet. Da der Großteil genug Zeit hat, beschließen wir die Erkundungstour langsam anzugehen. Frank und seiner Freundin ist das jedoch zu langsam, da die beiden schon bald ihre Fähre zurück erwischen müssen und so verabschieden sie sich bereits auf dem Campingplatz von uns und düsen voraus.
Ich persönlich finde es unglaublich spannend, wie das Reisen vereinen kann. Obwohl wir alle unterschiedlich sind, so haben wir doch ein gemeinsames Ziel. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit. Mit älteren Mitreisenden habe ich bereits den Iran erkundet. Nun sind Kinder dabei und es ist eine neue Erfahrung. Es erstaunt mich immer wieder, dass plötzlich das Alter keine Rolle mehr spielt. Man ist ein Team und mit fast allen Reisenden (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) versteht man sich auf Anhieb sehr gut.
Dies als kleiner Rahmen zu dem Wüstenabenteuer. Wir lassen uns durch die Umstände viel Zeit auf unserer Tour. Wer möchte, kann die Strecke von Douz nach Tambaine in gut fünf Stunden hinter sich bringen. Wir dagegen brauchen zwei Tage, um den Berg zu erreichen. Wie bereits am Tag zuvor fahren wir erst zum Café du Parc, lassen die Luft aus den Reifen und weiter geht es auf der Piste tiefer in die Wüste hinein. Die Strecke zum Berg führt vom Café du Parc erst Richtung Süden, bis der Grenzzaun des Jebil Nationalparks erreicht wird. Dieser darf nicht befahren werden, deswegen fährt man einen großen Bogen in westlicher Richtung um den Park. Nachdem der Park zu hälfte umrundet ist, geht der Weg erneut Richtung Süden. Dieser letzte Streckenabschnitt ist der beeindruckendste, denn hier geht es hinein ins Dünenmeer.
Freiheit
Doch zunächst machen wir einen Halt auf der Strecke vor dem Nationalpark. Links und rechts neben der Piste geht der Boden in einen festen Sandboden über, der immer wieder von flachen Dünen von ungefähr maximal einem Meter Höhe unterbrochen wird. Es ist ein leichtes hier abzufahren und ein provisorisches Camp aufzuschlagen. Um uns herum sind keine Menschen. Auch fährt heute kein anderes Auto mehr über die Piste. Es ist absolut still. Die Wüste ist einfach magisch. Jeder kocht für sich, dann treffen wir uns in der Mitte umringt von den Autos, um gemeinsam zu essen. Langsam bewegt sich die Sonne immer weiter auf den Horizont zu und färbt den Himmel dunkelrot. Nachdem es dunkel geworden ist, gehen Daniela und Olli schlafen. Ich gehe noch kurz mit in die Feuerwehr und trinke mit Margot und Gerome ein Glas Wein. „Damit die Kinder nicht ihre sozialen Kontakte verlieren, planen wir unsere Reise nur für ein Jahr. Danach kehren wir wieder zurück in die Niederlande und die Schule beginnt wieder für die Zwei.“, verrät mir Margot. „In der Zwischenzeit übernehmen wir das Lehren. Auch Hausaufgaben müssen die beiden machen!“, fügt Gerome hinzu, während Laurien die Augen verdreht. Je mehr die beiden erzählen, desto mehr habe ich das Gefühl, dass sie mit ihrer Erziehung und ihrer Lebenseinstellung vieles richtig machen. Als ich später wieder aus dem LKW klettere, laufe ich nochmal gemächlich von den Fahrzeugen weg, lausche der fesselnden Stille und blicke hinauf in den Himmel. wie viel Sterne dort zu sehen sind und sie funkeln! Das ist etwas, was ich bis jetzt nur in Wüsten sehen konnte. Es fühlt sich immer ein bisschen an, als wäre es eine Wahrheit, die man entdeckt hat in dem Wissen, dass nicht viele eben diese Wahrheit kennen. Obwohl die nächsten Städte mehrere Kilometer entfernt sind, zeichnen sich Bögen aus Licht in der Ferne ab. Ich atme die kalte Wüstenluft tief ein und verharre noch ein paar Minuten in diesem Freiheitsgefühl, dann schlüpfe ich auch in George.
Dünenmeer
Am nächsten Morgen wachen wir früh auf, Frühstücken in Ruhe, danach geht es weiter die Piste entlang. Immer wieder stoßen wir auf asphaltierte Teilstücke, bis wir tatsächlich den Zaun des Nationalparks erreichen. Übrigens lohnt sich für die Fahrt eine richtige GPS-App, denn die Pisten sind auf Google-Maps natürlich nicht verzeichnet. Die Kids wollen unbedingt im Defender mitfahren und so habe ich plötzlich Gesellschaft. Ich muss etwas über die Offenheit der Niederländer schmunzeln, denn immerhin kennen die beiden mich nur seit einem Tag. Aber eigentlich bewundere ich dieses Vertrauen. Die beiden Kids sprechen sehr gut Englisch, das sie extra für die Reisen gelernt haben. So habe ich gute Unterhaltung, während es immer weiter am Zaun entlang geht. Laurien will ununterbrochen das Lied ‚River‘ von Bishop Briggs in Dauerschliefe hören. Sobald ich die ersten Töne des Songs höre, werde ich direkt in diese Zeit zurückkatapultiert. Per Funkgerät sind wir untereinander Verbunden und immer wieder halten wir an, um Pause zu machen. Meist weil George und der Sprinter voreilen und wir dann auf die Feuerwehr warten müssen, die gemächlich hinterherfährt. So bleibt jedoch viel Zeit, um jeden Moment der Fahrt und der außergewöhnlichen Landschaft aufzusaugen.
Schließlich erreichen wir den letzten Teilabschnitt, das Dünenmeer. Wie auf einer Achterbahn geht es hoch und runter, George fliegt nur so über den Sand, während es „Like a River!“ es aus der Box schallt. Die Sahara ist ein ganz anderes Erlebnis als die Wüste im Iran. War dort der Sand eher hart und die Dünen Häuserhoch, so ist der Sand hier unbeschreiblich fein und die Dünen ohne Probleme überwindbar. Plötzlich taucht auf unserer Linken ein uns bekannter grüner Sprinter am Fuße einer riesigen Dünenwand auf. Es ist der Sprinter von Frank, der bereits von dem Berg Tambaine zurückkehrt. Wir machen halt, tauschen uns kurz aus und gemeinsam mit Roger klettere ich die hohe Düne hoch. Das Panorama, mit dem wir belohnt werden, ist atemberaubend. Dünen, soweit das Auge blicken kann. Dann stürmen wir die Düne hinab. In gefühlt nur zwei Schritten stürzt man in die Tiefe hinab zu den Anderen.
Nur ein paar Meter weiter verbringen wir unsere zweite Nacht. Die Niederländer überraschen mich, denn sie haben einen Beamer dabei. Am Vorabend habe ich noch gesagt, dass ich heimlich von einer Kinonacht in der Sahara träume. Dieser Wunsch geht in dieser Nacht dann in Erfüllung. Die Seite vom Sprinter eignet sich hervorragend als Leinwand und so schauen wir gemeinsam unsere Reisefilme an, während neben uns ein wärmendes Lagerfeuer prasselt. Solche Momente werde ich wohl mein Leben nicht vergessen.
Tauschgeschäfte
Am nächsten Tag erreichen wir schließlich nach kurzer Fahrt Tambaine. Am Fuße des Bergs steht eine kleine Hütte, in der man kleine Speisen und Getränke kaufen kann. Hier stärken wir uns, um anschließend hinaufzuklettern. Der Aufstieg dauert nur gut 30 Minuten. Es handelt sich um einen Tafelberg, das heißt er hat eine flache Ebene als Spitze. Von hier aus kann man die ganze Umgebung sehen, ein toller Anblick.
Nur etwas weiter entfernt befindet sich das Camp Mars. Mitten in der Wüste sind viele Zelte aufgeschlagen. Wirklich surreal, denn hier hat man plötzlich den Luxus einer Toilette, Waschräume und ein Restaurant. Die Schlafzelte sind luxuriös eingerichtet und für teures Geld lässt sich hier eine Nacht verbringen. Wir begnügen uns nur mit dem Restaurant. Der Koch fragt uns, ob wir ein Messer besitzen, dass wir tauschen möchten. Scheinbar ist dieser Weg einfacher für die Menschen hier, als extra nach Douz zu fahren. Olli präsentiert ein Hochwertiges Messer und wagt die Verhandlung. Er möchte gerne für jeden von uns ein Brick (eine lokale, günstige Köstlichkeit) und vier Bier haben – umgerechnet nur ein Bruchteil des Werts des Messers. Dennoch scheint der Koch wenig begeistert und lehnt den Deal ab, ohne wirklich selbst etwas Vernünftiges vorzuschlagen. Also zahlen wir unsere Bricks nicht mit dem Messer, sondern unserem Geld. Bei Brick handelt es sich um eine Art Fladen aus Mehl und Salz, der wie ein dünner Pfannkuchen erhitzt wird. In die Mitte kommt eine Mischung aus Ei, Thunfisch und Kräutern, dann wird der dünne Fladen der Mitte entlang zusammengeklappt und mit frischer Zitrone serviert. So simpel das Rezept auch ist, der Geschmack ist wirklich toll. Wir lassen uns die Bricks schmecken, während sich der dritte Tag in der Wüste zu Ende neigt.
Aufgeweckt
Wir parken die Autos weiter Abseits vom Camp, so dass es gerade noch in Sichtweite ist. Diese Nacht machen wir erneut ein Lagerfeuer, sitzen noch lange um die wärmende Glut und erzählen über Gott und die Welt. Am nächsten morgen werden wir durch die Polizei geweckt. „Bitte räumen sie das Gebiet unverzüglich!“ gibt diese uns freundlich, aber bestimmt zu verstehen. Hier ist nämlich eine Militärübung geplant, die in den nächsten Minuten beginnen soll. Wir packen unsere sieben Sachen zusammen. Nur zehn Minuten später, als wir gerade starten wollen, kommen sie erneut und machen erneut Druck. Während wir das Gelände verlassen, sehen wir bereits die Helikopter am Himmel nahen, aus denen sich kurz darauf Soldaten stürzen und mit Fallschirmen in die flache Ebene segeln, in der wir vor kurzer Zeit noch gestanden haben.
Nach kurzer Absprache planen wir, in Richtung Camp Grand Org Oriental zu fahren. Dafür geht es zunächst denselben Weg zurück um den Nationalpark, bis zum Café du Parc, dann biegen wir jedoch in Richtung Osten ab. Eine letzte Nacht verbringen wir in der großen Freiheit der Wüste, bevor es weiter durch die einsame Landschaft geht. Vor der Abzweigung zum Camp entscheiden wir uns dann doch um und fahren doch in Richtung der Oase Ksar Ghilane. Kurz bevor wir diese erreichen, geht es erneut in ein Dünenmeer. Die Freude ist groß. Es geht auf und ab. Doch die Freude soll nicht lang anhalten. Zunächst stoßen wir drei Kilometer vor der Oase aber auf die Ruinen des Kleinkastells Tisavar, die noch von den Römern in dieser Region zeugen. Dieses wurde um 190 n.Chr. errichtet und thront auf einem Hügel mitten in der Wüste. Kurz wandern wir durch die Überreste, dann geht es zurück in die Dünen.
Verhakt
Plötzlich kommt uns eine Gruppe an Quads entgegen. Ich halte rechts von einer Spurrinne in den Dünen und lass sie passieren, als es plötzlich einen ungemeinen Schlag tut. Der Guide der Gruppe hat es tatsächlich geschafft in der offenen Wüste mit seinem Quad in die Seite von George zu fahren. Die Front des Quads hat sich in der Seite des Defenders verhakt. Glücklicherweise geht es allen gut. Ich steige aus und helfe dem Guide das Quad zu befreien. Dann möchte er mit einem leisen „Sorry“ abhauen. Provokativ stelle ich mich vor das Quad und lasse ihn nicht fahren. Inzwischen hat sich eine große Traube aus den anderen Quads der Gruppe, deren Fahrern und einer zweiten annähernden Quadgruppe um uns gebildet. Von allen Seiten wird energisch in fremden Sprachen auf mich ein gesprochen. Unglaublich, wie sehr Kinder diese Energie auffangen. Laurien, die mit im Defender war, beginnt zu weinen und ich bin kurzzeitig nur überfordert. Dann kommen mir glücklicherweise Olli und Daniela zu Hilfe. Gemeinsam schaffen wir es die Situation mehr unter Kontrolle zu bringen, indem Olli den Quadfahrer an der Fahrerflucht hindert und Daniela und ich Laurien beruhigen und versuchen die Situation einzuschätzen. Kurz darauf taucht auch die Feuerwehr auf. Mit vereinten Kräften schaffen wir es Laurien zu beruhigen und über einen anderen Quadfahrer die Polizei zu rufen (In der Wüste – ich kann es wirklich immer noch kaum fassen, während ich das hier schreibe). Am meisten beeindruckt mich jedoch Olli, der, clever wie er ist, in einem unbeobachteten Moment kurzerhand den Schlüssel vom Quad einsteckt, damit der Fahrer nicht damit fliehen kann.
Nur ein paar Minuten darauf trifft tatsächlich ein Polizist ein. Er ist sehr nett, spricht jedoch nur wenig Englisch. Da fällt mir Emir aus der Werkstatt in Tunis wieder ein. Er hatte angeboten zu helfen, falls etwas sein sollte. Kurzerhand rufe ich an und glücklicherweise kann er aus der Ferne tatsächlich die Sachverhalte etwas klären. Gemeinsam fahren wir in die Polizeiwache, die in der kleinen Oase liegt. Stellt euch bitte das Wort Oase nicht zu romantisch vor – hierzu aber später mehr. Zunächst zu den Verhandlungen. Inzwischen ist nämlich auch der Besitzer des Quad-Verleihes da. Ein schmieriger Typ, der wenig Einsicht zeigt. Bereits am Telefon hat mir Emir das gesagt, was einem der gesunde Menschenverstand sagt: Hier in Tunesien laufen die Dinge anders. Ich werde wohl kein Geld sehen. Eine Lösung über eine offizielle Anzeige dauert Monate, bis diese dann doch fallen gelassen werden. Keine guten Aussichten. Weil der Besitzer aber so rotzfrech ist, bestehe ich darauf die Angelegenheit offiziell zu regeln, es sei denn, er wäre einverstanden mir eine Entschädigung für die Reparatur zu zahlen. Hierfür schicke ich Emir ein Bild des Schadens und frage ihn nach einem ungefähren Preis. Emir gibt mir zu verstehen, dass eine richtige Reparatur aufwendig wäre und eine Lackierung beinhalten werde. Es gäbe aber die Möglichkeit, das Alublech wieder mehr oder weniger mit einfachen Mitteln provisorisch zu richten. Dafür möchte ich gerne mindestens das Geld haben. Doch der Besitzer lehnt natürlich ab. Wir beginnen also mit der offiziellen Prozedur in der Wache, als der Besitzer schließlich doch für einen geringeren Betrag klein beigibt. Wir einigen uns per Handschlag auf 120 Dinar, was ca.40€ entspricht. In Deutschland hätte wohl die Versicherung des Unfallverursachers den kompletten Tausch der beschädigten Heckwanne bezahlen müssen. Hier muss ich mich mit einem Provisorium zufriedengeben. Natürlich ist das ärgerlich, aber das Risiko gehört nun mal auf Reisen dazu und irgendwie bin ich auch stolz auf mich, denn ich habe am Ende des Tages eine kleine Entschädigung heraushandeln können. Außerdem bin ich nun um eine Erfahrung und eine Geschichte reicher.
Oase
Nach der Aufregung habe ich schließlich das erste Mal Zeit mich an dem Ort, an dem ich mich gerade befinde, richtig umzuschauen. Nach der isolierten Zeit in der Wüste ist Ksar Ghilane ein kleiner Schock für mich. Die Oase sieht aus wie ein kleines Dorf, jedoch sind alle Straßen vollgetopft mit Quads und Souvenierständen, viele Menschen drängen sich in den viel zu kleinen und engen Straßen. In der Mitte liegt eine heiße Quelle, die von mehren Restaurants und Ständen umringt ist. Mir ist der Ort von Beginn an unsympathisch. Ich bin mir sicher, das liegt nicht nur an dem Unfall, sondern auch an der Tatsache, dass der Tourismus die Authenzität des Ortes verschlingt.
Von der Wache, die direkt gegenüber der heißen Quelle liegt, gehe ich zurück zu den anderen, die in einem Restaurant auf mich warten. Ich bin wirklich dankbar über ihre Unterstützung heute. Ohne Sie wäre wohl alles unglaublich überfordernd gewesen. Wir beschließen, außerhalb der Oase zu schlafen und so verziehen wir uns in einen kleinen Palmenhain mit der Absicht die schlechten Erlebnisse des Tages am Lagerfeuer hinter uns zu lassen, was uns schließlich auch ganz gut gelingt.
Lieblingsort
Mit den ersten Sonnenstrahlen trauen wir uns nochmal in die Höhle des Löwen. Die Straßen sind zwar immer noch voll mit Quads, aber immerhin sind weniger Menschen unterwegs als gestern. Alle wollen nochmal in die heiße Quelle, nur ich nicht. Irgendwie macht mich das warme Wasser nicht an. Also schlendere ich durch die Oase und kaufe mir einen frisch aufgebackenen Brotfladen, der ausgezeichnet schmeckt.
Der Abschied rückt immer näher, denn hier trennen sich unsere Wege. Während Olli und Daniela zurück zum Camp Grand Org Oriental wollen, geht es für mich zurück in den Norden, der Plan ist, der Küste entlang. Die Niederländer wollen sich noch etwas Zeit lassen und so drücken wir uns alle noch einmal ganz fest. Wir werden ein eingeschworenes Wüstenteam bleiben, denn gemeinsam haben wir die Herausforderungen der Sahara bezwungen. Ich bin sehr dankbar über der gemeinsamen Zeit und vor allem für die Wüstenerfahrung. Noch heute antworte ich auf die Frage nach meinem Lieblingsort: „Die Wüste“, denn egal wo sie liegt, wenn man erstmal drin war, packt dich ein unsichtbarer Bann. Die Einsamkeit, die tiefe Friedlichkeit, die magische Stille, die Sterne am Firmament und der Wind. Einfach magisch!
gez. Alex





































Kommentar schreiben