Die Außenseite

- Oder alles über die äußere Hülle

Auch an Georges Außenseite muss viel passieren. Neben Wartungsarbeiten ist es auch nötig Ihn für die Reise zu bepacken. Das sieht nicht nur cool aus, sondern erfüllt auch einen Zweck – Sicherheit und Lagerfläche. Also nutzen wir sowohl die Seiten, als auch das Dach um George zu beladen. Was noch alles gemacht werden musste lest ihr hier.

Lüftungsklappen

 

Unsere moderne Klimaanlage in George funktioniert folgendermaßen: Klappen auf, Luft rein. Sehr spartanisch, aber es funktioniert tatsächlich sehr gut. Nur haben sich vom mehrmaligen öffnen leider die Abdichtungen hinter der Klappe gelöst und hängen lose herunter. Diese möchte ich erneut an die richtige Position kleben. Dazu muss ich die Klappen im ersten Schritt abschrauben. Da die Schrauben auf der Unterseite der Klappe liegen, ist das Lösen äußerst mühsehlig. Als die Klappen abmontiert sind, löse ich die Dichtungen vorsichtig und klebe sie mit dem Rest des Dekasyls wieder an ihre ursprünglich richtige Position. Nun zum schweren Teil: Das Anschrauben ist eine Aufgabe für sich: mit der Schraube in dem schmalen Spalt zwischen Klappe und Auto genau auf das Gewinde der Schraube zu treffen erscheint schier unmöglich. Viele Wutausbrüche und gefühlt 50 Versuche später, sowohl von mir als auch von Eileen, schaffen wir es dann endlich doch. Die Klappen sitzen wieder an ihrer Stelle und unsere ‚Lüftung’ funktioniert wieder.

Befestigung der Sandbleche

 

Ich habe mir auf Kleinanzeigen ein paar Sandbleche mit Halterungen geschossen. Diese möchte ich nun gerne an George befestigen. Das geht schnell und einfach: mit einem Edding markiere ich mir die Position für die vier Löcher der Halterung, bohre die Löcher und verschraube die Halterungen an George. Vorher beklebe ich jedoch die Rückseiten der Halterungen mit Armaflex-Tape. Dieses dichtet ab und verhindert, dass Wasser in die Löcher eindringen kann. An Ort und Stelle befestigt, sehen die Halterungen mit den Sandblechen bestückt verdammt gut aus! Ich bin gespannt, wann die Bleche das erste Mal zum Einsatz kommen werden.

Airlineschienen

 

Auf der anderen Seite von George möchte ich gerne zwei Airlineschienen anbringen. Zwar sind vorerst zwei 20L Kanister für die Stelle angedacht, doch ich möchte mir diesen Platz flexibel halten. Viele setzen bei den Airlineschienen auf dünne und lange Schienen, um die komplette Seite des Defenders bepacken zu können. Das funktioniert aber meist nur mit den kleinen Fenstern. Da ich mich für die großen Fenster entschieden habe, möchte ich auch nur die Fläche hinter dem Fenster nutzen. Für mehr Ladefläche soll später der Gepäckträger dienen. Somit suche ich speziell nach Schienen, die genau 80cm lang sind, da ich hinter den Fenstern eine Länge von 82cm zur Verfügung habe. Diese zu finden erweist sich als schwierig. Die Längen gehen scheinbar überall von 0,5m zu 1m, zu 2m. Auf Kleinanzeigen werde ich wieder fündig. Als das Paket kommt, stelle ich jedoch schnell fest, dass auch diese Schienen 1m lang sind. Also muss die Flex antreten. Die Schienen kürze ich per Hand.

 

Für die richtige Befestigung der Schienen suche ich nach einem passenden Abstand im Internet. Dort lese ich, dass für die Kanisterhalterungen ungefähr ein Abstand von 49cm vorhanden sein sollten. Da ich aber die breiteren Schienen habe, ist das bei mir nicht möglich. Ich lege die Schienen soweit wie möglich auseinander und erreiche 46 cm.

 

Ich entscheide mich dazu, die Schienen zu verschrauben und nicht zu verkleben. Die Abdichtung erfolgt wieder durch Armaflex-Tape auf der Rückseite, was sich wirklich bewährt hat. Zusätzlich verwende ich Unterlegscheiben mit einer abdichtenden Oberfläche. Da die Schrauben später von Innen mit Armaflex überklebt werden sollen, dürfen die Löcher kein Wasser durchlassen.

 

Die Schienen sind montiert! Jetzt können im nächsten Schritt die Kanisterhalterungen befestigt werden.

Dachgepäckträger

 

Zur Befestigung des Trägers gibt es nicht viel zu sagen. Dennoch möchte ich ein paar Worte hierzu verlieren. Was mich an dem Ausbau immer wieder fasziniert, sind die Reaktionen auf George und die Leute, die ich durch ihn kennenlerne. So auch Dirk und Silke. Von den beiden habe ich den Träger, der nun mit George um die Welt reisen soll. Liebe Grüße an euch zwei! Die beiden haben sich super gefreut, dass der Träger noch viel von der Welt sehen wird und haben mir intensiv beim Aufbau geholfen und mich mit zusätzlichen Defenderteilen beschenkt. Ich finde es so schön, dass George mehr ist als nur ein Auto - man erlebt so viel Freude und Nettigkeiten von anderen Defender-Fahrern, Leuten, die von unserem Plan hören, oder welche die einfach George sehen. Wir sind wirklich sehr gespannt, wie sich dieses Phänomen auf der Reise entwickelt.

 

Der neue Träger steht George ausgezeichnet. Zur Überzeugung gibt es jetzt ein Foto!

Kanister und Halterung

 

Die Kanisterhalterungen haben etwas Hilfe von Jörg, Eileens Papa, gebraucht. Als ich im Internet nach brauchbaren Halterungen gesucht habe, musste ich erstmal schlucken. Man muss eine stolze Summe dafür hinblättern. Also habe ich nach einer individuellen Lösung für George gesucht. Für 20 Euro pro Stück habe ich die günstigsten Halterungen bestellt, die ich finden konnte. Anschließend habe ich mit Jörg eine Alu-Platte erstellt, die das verbindende Element zwischen den Schienen und den Kanistern ist. Die Platte ist mit Hilfe von Schraubfittingen an den Airlineschienen befestigt und kann so komplett abgenommen werden.

Zusatzscheinwerfer

 

Um bei völliger Dunkelheit die Umgebung aufzuhellen, habe ich im Internet vier Scheinwerfer bestellt, die an die Frontseite des Dachgepäckträger kommen sollen. Viel Arbeit ist das nicht. Zunächst beklebe ich mit Eileen die Stelle mit Krepband, um die Markierungen mit gleichem Abstand aufzuzeichnen. Anschließend bohrt Eileen vier Löcher, über die die Scheinwerfer verschraubt werden können. Beim Anschluss der Elektronik, werden die Kabel über die gleiche Durchführung, wie die des Solarpanels, geführt. Über einen Kippschalter an unserer selbstgefertigten Armatur können wir nun helleres Licht hinzuschalten.

Abdichten der Karosserie

 

Undichtigkeit ist bei Defendern so eine Sache. Auch bei George. Nach schweren Sommerregen gab es einiges an Wasser, dass sich seinen Weg durch undichte Stellen in den Innenraum gesucht hat. Als erstes habe ich wichtige Dichtungen neu gekauft und ausgetauscht. So wie es aussieht, hat George auch irgendwann mal ein neues Dach bekommen, das nicht richtig abgedichtet wurde. Einige Dichtmassen fehlten komplett. Die zweite Schwachstelle sind die Cappings, diese sind schon angerostet und bieten einige Möglichkeiten für das Wasser hereinzukommen. Also kaufe ich mir zwei Kartuschen Decasyl MS-2 um dem Tropfen ein Ende zu bereiten. Dieses lässt sich auftragen, ohne die Stelle durch Haftprimer vorzubereiten, deswegen entscheide ich mich auch gegen Sikaflex.  Eine Kartusche ist weiß für das Dach und eine Kartusche ist schwarz für den Spalt der Cappings. Am Dach möchte ich die drei Hauptnähte abdichten, sowie den Spalt zwischen Dach und Windschutzscheibe. Zunächst bereite ich die Stellen mit Kreppband vor, gehe anschließend mit der Kartuschenpistole die Stellen entlang und streiche im letzten Schritt mit meinem Finger, der sich in einem Handschuh befindet und mit etwas Seifenwasser angefeuchtet ist über die Stellen. Nach einer Nacht ist die Masse komplett ausgetrocknet. Das abdichten hat super funktioniert, seitdem haben wir mehrere sinnflutartige Regen hinter uns ohne auch nur ein Tropfen Wasser in George.

Ausrüstung auf dem Dachgepäckträger

 

Unser Packesel George darf bis zu 150kg auf dem Dach beladen werden. Da wir für die Route eine Menge an Ausrüstung mitnehmen müssen, war es unabdingbar einen Dachgepäckträger zu kaufen, um die Ladefläche zu vergrößern. Auf dem Gepäckträger befindet sich ein Großteil der Ausrüstung. Neben dem Solarpanel mit 120Watt haben wir noch folgende Dinge nach oben gelagert:

 

  • eine Zargesbox mit den Maßen 80cm x 40cm, in der wir zum größten Teil Ersatzteile und Ausrüstung lagern, die wir draußen benutzen
  • einen Jacklift, dessen Befestigung uns Jörg geschweißt hat
  • ein zweites Ersatzrad
  • einen dritten 20L Kanister und eine Ölwanne
  • eine schwarze Tonne, die unsere Waschtonne werden soll – bei Sonne wärmt sich die Tonne auf, in der wir Wasser, Waschmittel und Wäsche transportieren wollen. Bei der Fahrt wird die Wäsche dann so durchgeschleudert, dass wir am Ende die saubere Wäsche nur noch trocknen müssen - so die Theorie
  • einen kleinen Tisch
  • einen Spaten

 

Die unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände haben wir entweder mit Halterungen oder mit Zurrgurten am Träger befestigt.

Und so sieht unser treuer Begleiter dann voll ausgerüstet aus

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