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Mein Besuch beim Arbeitsamt

Eigentlich sollte es `Meine Besuche beim Arbeitsamt´ heißen, denn ich bin 4-mal hier beim Amt gewesen und habe 2-mal bei der Hotline angerufen, um das Ganze zu verstehen. Man muss dazu sagen, das Amt hier ist nicht sonderlich groß weswegen der Andrang auch überschaubar war. Man kommt schnell dran und die Mitarbeiter sind sehr nett. Leider sind dann ein paar Aussagen doch widersprüchlich und verwirrend gewesen. Ich möchte euch deswegen eine kleine Übersicht geben über das was euch beim Amt erwartet.

 

Eine Arbeitslosmeldung solltet ihr auf jeden Fall machen, damit das Arbeitsamt über euren aktuellen Status Bescheid weiß. Ich empfehle euch ein Gespräch beim Arbeitsamt, damit ihr auch direkt über weitere Schritte informiert werdet.

 

Möchte man Arbeitslosengeld beantragen, so wird ab dem Zeitpunkt der Beantragung 2 Jahre zurückgesehen, wo und wie gearbeitet wurde (ab dem 01.01.2020 soll der Zeitraum auf 2,5 Jahre verlängert werden). Es musste bisher mindestens 1 Jahr gearbeitet werden, um Arbeitslosengeld beziehen zu können. In meinem Fall habe ich 1 Jahr gearbeitet und davor studiert.

Zusätzlich gilt in Deutschland: Wer selbst kündigt, erhält ab Beantragung eine Sperrzeit von 12 Wochen, in denen kein Arbeitslosengeld bezogen werden kann. Diese Sperrzeit wird auch mich erwarten. Des Weiteren kann während der Reise kein Arbeitslosengeld bezogen werden.

 

Warum beantrage ich dann das Arbeitslosengeld?

 

Dafür habe ich zwei Gründe: Es könnte sein, dass wir länger als ein Jahr unterwegs sein werden. Wenn wir dann zurückkommen und ich Arbeitslosengeld beantrage wird 2 Jahre zurückgeschaut. Wenn wir beispielsweise 2 Jahre unterwegs waren, ohne gearbeitet zu haben, habe ich keine Ansprüche mehr auf das Arbeitslosengeld. Beantrage ich das Arbeitslosengeld und gebe die Reisezeit an, so wird der Zeitraum in dem zurück geschaut wird quasi pausiert für den Zeitraum der Reise.

 

Der zweite Grund ist, dass ich zum ersten September gekündigt habe und wir durch die Probleme mit George nun doch später losfahren als geplant. Wenn ich jetzt das Arbeitslosengeld beantrage, bekomme ich trotz der Sperrzeit 1 Monat Versicherungsschutz vom Arbeitsamt bezahlt. Der liegt aktuell übrigens gesetzlich mit meinen Voraussetzungen (Alter, ledig, keine Kinder) bei ca. 180 € pro Monat.

 

UPDATE 02.10.

Gestern kam ein Brief von der Agentur für Arbeit. Hier eine kleine Richtigstellung: Das Arbeitsamt übernimmt während der gesamten Sperrzeit die Krankenversicherung und nicht nur für einen Monat. das wurde mir beim Amt leider falsch erklärt. Besser für mich - nun muss ich mich doch nicht für einen Monat freiwilig Versichern lassen.

 

Ich hoffe, ich konnte euch verständlich eine kleine Übersicht geben!